Figur und Portrait

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„Haltet Ausschau“, Digital Art, Astrid Volquardsen, 2025

Ich habe seit einiger Zeit nichts mehr von mir hören lassen.

Das hat etwas damit zutun, das ich einen online Kurs mitmache, wo es um die Gestaltung der menschlichen Figur geht, aber auch um vieles mehr. Es handelt sich um die Addictive Sketcher Movement von Adebanji Alade.

„Wether your an oil painter, sculpture, illustrator, pein air painter, graphic designer, watercolour artist,or whatever medium use, or even if you’re an student or an amateur, being able to sketch is the foundation of anything you create in the representational arts.“

Also, „Haltet Ausschau“!

Von der Wichtigkeit Fehler machen zu dürfen

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Ich las neulich: »30% sind Talent, 70% sich trauen.«

sich trauen = »Fehler« machen

Es gab viele Fehler die ich in der Digital Art in künstlerischer Hinsicht gemacht habe bis zu »ich mag jetzt gar nicht mehr.« Nichts funktioniert. Aber da gibt es diesen einen Punkt der einen nicht loslässt und dann klappt es wie auf wundersame Weise. Das ist der Punkt, wo einem alles egal ist.

Auch aufgeben.

Von meiner gewohnten Arbeitsweise Abstand zu nehmen viel mir besonders schwer, um mit einer völlig anderen Arbeitstechnik zu arbeiten. Hinzu kam, das ich meinen Arm noch immer nicht richtig nutzen kann und auch der Kopf spielt noch nicht mit. Ich meine das im wörtlichen Sinne„ einen „Sprung in der Schüssel“ haben.

Was zwangsläufig zu »Fehlern« führt.
Dinge ausprobieren zu dürfen.

»Fehler sind die besten Lehrer. Fehler bieten wertvolle Lektionen und fördern persönliches Wachstum, wenn wir aus ihnen lernen,« stellte Vera Birkenbühl einmal fest.

Tja, es dauert wohl ein bisschen länger bei mir.

Die Lesende II
Die Lesende II, Digital Art, Astrid Volquardsen, 2024

Aber was bedeutet es in künstlerischer Hinsicht?

  • Fehler zuzulassen
  • Einfach das Bild auf den Kopf drehen.
  • Analyse der Tonwerte
  • Analyse der Formen
  • Skizzen/ Bilder unterteilen in was ist mir gelungen/ was nicht. Sei es nur ein besonderer Strich, der dir gefällt. Was macht ihn so besonders?
  • Skizzen/ Bilder: Einfach mal für ein paar Tage stehen lassen. Oder Wochen. Ein neuer Blick genügt und man sieht schon den „Fehler“.
  • Skizze / Bild neu machen.

Oder um es mit Adebanjadis Worten zu sagen: »Hang in there!« (Gib nicht auf)

 

Ich wünsche euch schöne und geruhsame Weihnachten!

 

Die relative Helligkeit oder Dunkelheit

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Der Tonwert ist nichts anderes als die relative Helligkeit oder Dunkelheit eines Farbtones. Wie hell oder wie dunkel ist eine Fläche im Vergleich zu einer anderen. Tonwerte sind besonders wichtig, wenn es darum geht einem Bild eine dritte Dimension und räumliche Tiefe zu geben.

 

Wenn Sie beginnen zu malen, ist es wichtig, das Sie diesen nicht isoliert betrachten. Wie hell oder dunkel ist der Gegenstand im Vergleich zum Hintergrund oder benachbarten Gegenstand.

Bei dem grauen, blauen bzw. orange-farbenen Rechteck handelt es sich um dieselbe Farbe. Ich finde in schwarz-weiß ist es besonders gut zu sehen.
Diese Beispiele habe ich aus meinem Pastellfundus genommen.

Daher auch meine Entscheidung auf einem hellbraunen Untergrund zu malen.

Die Illusion des Lichtes

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Wir können keinen physikalischen Prozess erschaffen, der die Natur im natürlichen Licht darstellt.

Es geht um (m)eine Illusion des Lichtes. Jeder Künstler hat seine eigene.  Ich benutzt die, die allgemein unter Tonwertbrücke bekannt ist.

Das Geheimnis liegt wie immer bei den Tonwerten. Es ist so wichtig, dass man immer 3 bzw. 4 Tonwerte benutzt. Das gilt hier genauso wie bei der Pastell-, Gouache-, Öl- oder Aquarellmalerei.

Es ist ganz einfach: Das Geheimnis liegt darin eine sogenannte Tonwertbrücke zu bauen:

Tonwertbrücke, Astrid Volqardsen, Digital Art

Erstaunt

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Markttag. Dieses Paar traf sich zufällig, und auf Nachfrage hob er erstaunt seinen Blick. Als ob er irgend etwas nicht fassen konnte.

Erstaunt, Digital Art, 15×15 cm, Astrid Volquardsen

 

Es ist immer die soziologische Seite die mich an der Figur interessiert und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Von lachenden Menschen, über interessiert Zuhörende, Neugierige, einsame Menschen. Die Liste ist noch lang.

Interressant fand ich übrigens die Tatsache, das nur 7% die Wahl des Wortes ausmachen, 38% die Höhe der Stimme, Volume und Geschwindigkeit mit der die Nachricht rübergebracht wird. Die restlichen 55% gehen auf die Körperhaltung (body language) zurück.

Man kann nicht, nicht kommunizieren.

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