Ich habe eine Auszeit vom Bloggen genommen

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Mir war gar nicht bewusst, wie lange ich nicht gebloggt habe, aber zur Beruhigung: Es geht mir gut. Der Einschlag mit meinem Hirntumor war heftiger als gedacht.  Nun ja, woher sollte ich das auch wissen? Ich führe jetzt ein anderes, nicht weniger schönes Leben. Aber es dauert aaalles soooo entsetzlich laaaange und ich habe nicht die Kraft und Ausdauer, um für meine Kunst mehr als 2–3 Stunden (noch nicht !) aufzubringen.

Zudem arbeiten wir alle im Homeoffice. Wenn es hier blinkt, da sich jemand schnäuzt oder lacht, kann es meine Synapsen dermaßen durcheinander bringen, dass es auf meine Konzentration schlägt.

Das bedeutet aber nicht, das ich nicht fleißig gewesen wäre. Es ist halt nur nichts zum Zeigen da. Ich habe mich (gefühlt) durch sämtliche Aquarellpapiere durchgearbeitet, auf welcher Oberfläche ich mich mit Gouache am Wohlsten fühle und mit welcher ich den stärksten Ausdruck habe. Ich wußte nicht, welche Menge es an Papieren gibt!

Zudem habe ich momentan wenig Interesse an Landschaftsbildern. Die Herausforderung liegt jetzt im figürlichen, mit Text – meine Bilder sollen Geschichten erzählen. Angelehnt an meine Skizzenbücher. Das gilt es jetzt herauszufinden, heranzutasten, zu komponieren und alles in sooo laaaangsamen Schritten. Na ja, Geduld war noch nie meine Stärke.

Zudem die Zeit, wo ich im Kaffee oder sonstwo sitze, ist gerade auch nicht möglich. Also hocke ich im warmen Kämmerlein und skizziere von meinem iPad. Gesture ist gerade das große Thema. Das trainiert zudem das Handgelenk und die Schulter.

 

Mein Mann war gerade am Rumwühlen und ich fragte ihn nach einem schönem Abschlusssatz.
Er: »Und der schöne Abschlusssatz fällt mir gerade nicht ein.«

 

 

12 Responses

  1. Gerda
    | Antworten

    schön von dir zu hören, Astrid. Abschlusssätze kommen am Ende, die brauchst du noch lange nicht.

    • Astrid
      | Antworten

      Hallo Gerda,
      na dann bin ich mal froh, dass er keinen gefunden hat!

  2. Ingrid Lask
    | Antworten

    Hallo Astrid,
    über Deinen schönen Abschlusssatz habe ich herzlich gelacht. –
    Schön zu lesen, dass es Dir gut geht. Alles andere geht dann eben etwas langsamer.
    Und wenn Du meinst, dieses oder jenes Bild könntest Du zeigen, dann gib Dir einen Ruck und stelle es in Deinen Blog.
    Liebe Grüße
    von Ingrid

  3. Thiele
    | Antworten

    Habe oft an dich gedacht…..soooo gut, von dir zu hören.
    Deine Bilder machen mir immer große Freude und alles, was du uns beigebracht hast.
    Liebe Grüße aus Berlin von Jutta und Molli

  4. Kalle zangerl
    | Antworten

    Hallo Astrid
    Frohe weihnachten
    Halt durch und kämpfe weiter
    Wer wenn nicht du wird das schaffen
    Lbgr kalle

  5. Astrid
    | Antworten

    Ach Mädels und Jungs ich vermisse euch so schrecklich. Aber telefonieren ist auch nicht wirklich eine Option, da ich noch immer diese Wortfindundstörung habe.

  6. Thea Herzig
    | Antworten

    Liebe Astrid,
    Aus der Ferne verfolge ich immer deinen Weg und bin froh, dass es dir gut geht. Immer wenn ich selbst Kurse gebe, denke ich an dich und an alles, was du mir mitgegeben hast.
    Liebe Grüsse
    Thea aus der Schweiz

    • Astrid
      | Antworten

      Liebe Thea,
      danke dir von Herzen. Was haben wir für ein Spaß gehabt. Wer übrigens mal deinen blog sehen will: http://www.pastellbild.ch
      Es ist ja nicht so, das du die einzige bist, die „verfolgt wird.“😀

  7. Ammoser
    | Antworten

    Liebe Astrid,
    meine Gedanken waren sehr oft bei dir und während der Auszeit von habe ich mir grosse Sorgen gemacht……,
    um so grösser ist jetzt meine Freude von dir zu hören.
    Als Intensivfachschwester weiss ich was du ertragen musst.
    Besonders soll ich dich von Lars grüßen, mit den besten Wünschen .
    Eine gemütliche,schöne Advents-und Weihnachtszeit und ein gutes ,gesundes Jahr 2022 wünschen dir
    Gertraude Ammoser
    und Lars mit Tammo und Johann

    • Astrid
      | Antworten

      Liebe Gertaude,
      schön von dir zu hören! Das Gehirn ist doch ein faszinierendes Organ. Wochenlang geschieht nichts, obwohl ich mein tägliches Trainingsprogramm absolviere. Und dann – zack- ist irgendwo wieder eine Synapsenverbindung hergestellt. Nur die für Geschwindigkeit fehlt noch, na ja und ein paar andere. 🤪

  8. Karin Hoh
    | Antworten

    Liebe Astrid,
    endlich !!!! – ein paar Worte von dir. Ich habe mir große Sorgen gemacht. Das mit der Langsamkeit musst du nicht so ernst nehmen, du kennst sicher den Spruch »wer langsam geht kommt auch ans Ziel«. Nur nicht aufgeben – aber das wirst du sicher nicht.
    Ganz liebe Grüße – auch von Dieter -
    Karin

  9. Wenke Jördens
    | Antworten

    Hallo Astrid,
    ich bin nicht so der Schreiber, jedoch habe mich immer mal wieder in deinen Blog hineingestohlen ohne auf deine Bilder mit Worten zu reagieren. Es hat mich immer erfreut – das Leuchten deiner Farben.
    Eine andere »langsamere« Lebensweise ist nicht so einfach umzusetzen und sich von kleinen Dingen zu trennen, kann jedoch für das Gehirn etwas Großes sein. Du wirst nicht in Vergessenheit geraten. Ich gebe zu, große Hoffnung zu haben, irgendwann wieder einen Kurs bei zu besuchen.
    Herzlichste Grüße Wenke
    (denke an unsere erste Begegnung (Kurs), jeder Tag ist für immer noch etwas Besonderes)

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