Der Mond in Begleitung von Sternen

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Ich habe ein Gedicht von einer lieben Leserin zugeschickt  bekommen, dass ich leider aus urheberrechtlichen Gründen nicht veröffentlichen darf. (Mascha Kaléko).

Es handelt von der Nacht, in welcher einem die Ängste heimsuchen, aber auch gleichzeitig den Mond und die Sterne beheimatet.

Sofort löste das Gedicht tausend Gefühle bei mir aus. Die Nächte, wo ich schweißgebadet und (wortwörtlich) voller Todesangst aufgewacht bin. Jetzt schaue ich nur noch auf die Sterne und den Mond und  mir verheißungsvoll vom Himmel entgegen strahlen. Sprich es geht mir wirklich gut und es ist kaum zu glauben, dass seit meiner Gehirn OP fast zwei Jahre vergangen sind.

Astrid Volquardsen - Der Mond in Begleitung von Sternen
Astrid Volquardsen – Der Mond in Begleitung von Sternen, 13×18 cm, Guoache

 

Es soll auch ein Hoffnungsschimmer in Corona Zeiten sein. In den nächsten Tagen soll es wieder klare Nächte geben und schaut doch einfach mal in den Nachthimmel hinauf und nehmt bewusst diese unendliche Schönheit wahr.

 

Die Vorleserin, endgültige Fassung

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Die Vorleserin, Gouache, 13×17 cm, Astrid Volquardsen, 2020

Hier ist die endgültige Fassung von »Die Vorleserin«.

In meiner Vorgehensweise, sehe ich zuerst die Formen aus denen das Bild zusammengesetzt ist. Ich reduziere ein Bild möglichst auf 4 bis 5 Hauptformen und die dazugehörigen Tonwertbereiche.

Form, Detail aus »Die Vorleserin«

Form, Detail aus »Die Vorleserin«

 

 

Tonwertbereich, Detail aus »Die Vorleserin«

 

 

 

Jetzt zahlen sich meine Vorstudien aus, von denen ich weiß, dass meine Farben zu einem Tonwertbereich gehören (Augen zusammenkeifen) und kann sie ganz unbesogt verwenden.

Tonwerte

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Gouache

In meiner vereinfachten Tonwertskala mische ich die Grauwerte an und plaziere sie von oben nach unten. Schwarz ist die Ausgangsbasis und ich mische immer mehr Weiß dazu. Nun vergleiche ich, welche der gemischten Farben dem jeweiligen Tonwert entsprechen. Der Trick besteht darin, dass wenn ich die Augen zusammen kneife, alles zu dem jeweiligenTonwert verschwimmt. (Anmerkung: Ich benutze kein Schwarz zum Abdunkeln der Farben)

Detail: Die Vorleserin, Guoache

Detail: Pastellbild

Das ganze Prinzip funktioniert auch übrigens mit Pastellkreide, ohne das Schwarz zum Abdunkeln genommen werden muss. Das hängt vom Hersteller ab. Ganz dunkle Farben bietet zum Beispiel Sennlier, Unison und Terry Ludwig.

Die Vorleserin

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Die Vorleserin
Die Vorleserin, Guoache, 21×15 cm, Astrid Volquardsen, 2020

 

Dies ist eine Vorstudie aus dem Theaterstück über die Bronté Schwestern. In einem kleinen Saal funkten sofort meine optischen Synapsen vor lauter Begeisterung, als ich das minimalistische Bühnenbild sah: 1 Tisch, 2 Stühle, 2 Personen vor dunklem Hintergrund. Ich konnte mich kaum auf das Stück konzentrieren, so sehr war ich von der Optik eingenommen. Eigentlich wollte ich nur eine Freundin begleiten und daraus ist diese wunderbare Freundschaft zwischen unseren kreativen Köpfen entstanden.

Danke dir sehr dafür Viktoria.

 

Marktfrau

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2016 fand das Elbfest zum Bestehen des Hamburger Sandtorhafens das erste Mal statt. Wie schnell die Zeit vergeht!

Dort traf ich auf die Crew Mitglieder, die mir stolz vom Neubau ihres Ewers erzählten. (Uns Ewer) Typisch für den Schiffstyp des Ewers ist ein sogenannter Plattboden, also genau richtig um in den Stromdeltas der Elbe Gemüse zu transportieren. Dieses wurde und wird in den Vierlanden, vor den Toren Hamburgs, angebaut. Nur heute geht das in den Lastwagen und dann ab über die Autobahn.

Die Mitglieder präsentierten sich in historischer Kleidung und so kam ich zu Aufnahmen der Marktfrau.

 

Marktfrau, Gouache, 18×18cm, 2020, Astrid Volquardsen

 

Das Papier welches ich benutze  (Toned Tan von Strahmore) funktioniert am besten je weniger ich darauf rum male: Das bedeutet: Formen in Gouache setzen, in Ruhe lassen. Wenn ich mit weniger Pinselstrichen auskomme umso besser wird das Bild. Richard Schmidt sagte mal so schön: Don’t fiddle around.

Was einfach nur zum Probieren gedacht war, stellt sich jetzt als meine neue künstlersiche Richtung heraus.

Madame S.

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An einem letzten warmen Sommertag vor 2 Jahren stand sie plötzlich vor mir: Madame S. – wie aus einem Gemälde von Manet entstiegen. Sie erzählte mir, dass sie und ihr Mann sich gerne im Stil des 19. Jahrhunderts kleideten. Sie taten das im Rahmen der »gelebten Geschichte« (Der Kaiser kommt) und wie an diesem Tag, in ihrer Freizeit. Madame S.erzählte voller Stolz, dass sie dieses Kleid selbst genäht hatte.

 

Madame S.
Madame S.,Gouache, 15×15cm, 2020, Astrid Volquardsen
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