Graue Glaspalette zum Anmischen

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Ich bin ein Fan vom Anmischen der Farben auf grauer Glaspalette. Es lassen sich die Farben leichter zuordnen, was den Tonwertumfang betrifft. Jetzt bin ich neulich auf einen Lieferanten (Kremer Pigmente) gestoßen, der diese aus den USA exportiert. Diese ist für meine Arbeit im Atelier bestimmt:

23cm x 34cm

Auf ihrer Internetseite schreiben Sie:

„Die Glaspalette kann für alle Farbarten als Mischpalette, Anreibe- oder Arbeitsfläche verwendet werden. Aufgrund des gehärteten Glases ist die Palette maximal belastbar. Die Unterseite ist lösemittelbeständig und wasserfest. Die Palette ist sehr einfach zu reinigen.“ ( Kremer Pigmente)

Es gibt diese auch als Glas- und Acrylplatte in den USA zu bestellen.

Ich habe für mich in den USA die kleinste in der Ausführung der Acrylpalette für meine Plein Air Malset bestellt.

12,7cm x 16,8 cm

Plein Air Malen am Flensborg Fjord und Workshop mit Tiffanie Mang

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Foto. Marc Volquardsen

 

Foto. Marc Volquardsen

Nach über einem halben Jahr, Corona bedingt, bin ich wieder am Flensburg Fjord Plein Air malen. Natürlich habe ich die verkehrte Jacke dafür an und ich habe auch vergessen die Brille abzusetzen. Ich war so in Eile, dass ich zusätzlich vergessen habe einen Mallappen mitzunehmen. So much for dry brushing. Aber: Jede Malerfahrung zählt.

Der digitale Workshop mit Tiffanie Mang kam gerade recht. Boah, der hatte es echt in sich. 8 Wochen lang! Hausaufgaben (pro Woche ca. 25 Stunden) mit wöchentlicher 1,5 Stunden persönlicher Kritik; 5 oder 6 Demos, in der sie uns gezeigt, wie sie etwas umsetzt; drei Gastredner (einer davon war Mike Hernandes) . Sie hat bei jedem ihrer Studenten, (insgesamt fünf) sehr auf die individuelle Entwicklung geachtet. Letztendlich kommt es wie immer auf die Aspekte von Tonwerten, Shapes, Design und Komposition an. Ich habe soviel dazugelernt. Für mich war insbesondere neu mit einer limitierten Palette zu malen und nur mit zwei Pinseln. (Ein 2,5 cm flacher Acylpinsel und ein großer runder Pinsel auf cold pressed paper.) Das war wirklich eine Herausforderung für mich, aber ich habe durchgehalten. Und nun muß ich das sacken lassen und für mich herausfinden, wie ich neu erlerntes mit meiner alten Herangehensweise kombiniere.

Ich habe mich entschlossen keines meiner Bilder aus diesem Workshop zu posten. Ich wollte die Freiheit haben auch schlechte Arbeiten in Kauf zu nehmen.

 

 

Die Schatzsucher

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Ich weiß nicht was es auf sich hat, dass mit einem Mal so viele Menschen mit Metalldetektoren durch die Gegend laufen. Vielleicht verkenne ich auch den Reiz der Spannung bis zu dem Moment, wo sich der »Schatz« offenbart.

Die Schatzsucher. Astrid Volquardsen
Die Schatzsucher, Gouache, 20×20 cm, 2021, Astrid Volquardsen

 

Diese 2 »Schatzsucher« haben sich offensichtlich auf das Sammeln von Geld konzentriert.

Ich glaube ich hörte sie so etwas nach einer genaueren Inspektion grummeln: »Nee, doch nicht.« Aus seiner Körperhaltung ließ sich eh keine große Begeisterung erschließen. Sie dagegen war voller Eifer.

So, ich mache mit dem Bloggen eine PAUSE.
Ich mache einen digitalen Workshop bei Tiffanie Mang mit. 8 Wochen lang! Daher poste ich nicht vor Anfang Mai.

Maman, regarde!

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Neulich durchforstete ich meinen Stapel an Fotovorlagen und kam dabei auf dieses Motiv. Das ist 10 Jahre her!

Maman, regarde! (Mama, schau mal!), Gouache, 20×20, Astrid Volquardsen, 2021

Ich erinnere mich genau, als sei es gestern gewesen.
Es war ein heißer Tag vor dem Louvre in Paris und wir warteten auf Einlass in das Musee de l‘Orangerie. (Claude Monets berühmten Werke der Seerosenbilder werden dort ausgestellt.)
Zeit dem Geschehen um mich herum Aufmerksamkeit zu schenken. Sofort viel mir dieses Mädchen auf. Es spielte gedankenverloren im Sand, um mit einem Satz aufzuspringen und mit einem »Maman, regarde!« (Mama, schau mal) auf seinen Schatz aufmerksam zu machen.

 

Die Mischungs machts Folge #2

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Warum ich (persönlich) nicht mit Schwarz mische

 

Astrid Volquardsen, 2021

Zuerst gibt es die Pigmentfrage

Je besser, reiner ein Pigment verwendet wird, umso weniger Probleme tauchen auf. Wird Schwarz dazu gegeben, vermischen  sich die Pigmentteile unweigerlich mit den Zusätzen von Kreiden oder dem von Weiß.
Eine Frage der Qualität.

Ich habe hier mal eine Mischung mit Schwarz/ Spectrum Red (Winsor & Newton) vorgenommen:

Akademie Gouache/ Tiefenschwarz (1)

  • Für den Bereich der Pädagogik und Kunsterziehung
  • Ziemlich zähfließend

Holbein – Ivory Black (2)

  • läuft schon flüssiger

M.Graham / Lampblack (3)

  • super schön flüssig, weil auf Basis von Honig und Gummi Arabicum

 

Gibt man weiß (Horodam Gouache/ Titanweiß) dazu, erhält man schöne Töne.

 

Aber jetzt kommts

Mixe ich Spectrum Red (Winsor & Newton) mit Horodam (Heliogrün bläulich), dann komme ich auf dasselbe Ergebnis, wie wenn ich mit Schwarz mischen würde.(4)

Jetzt habe ich aber die Möglichkeit, die Gewichtung der Farbe ein bisschen mehr ins Grünliche oder ins Rötliche zu verschieben. Mische ich dann noch mit Weiß, bekomme ich wunderbare, farbliche Grautöne, die ich nur vom Mischen mit Schwarz nicht erreichen würde.
(5 und 6)

 

 

Die obere Reihe zeigt die Mischung mit Schwarz und Spectrum Red, die untere Reihe die Mischung aus Heliogrün und Spectrum Red

 

 

Das schmutzige Grau über das viele Künstler klagen, entsteht aus einer Kombination  der Pigmentqualität, wieviel Schwarz ich tatsächlich einsetze (möglichst nur in gezielten Strichen) und der Frage des Wasserwechsels! Im Mischwasser sind natürlich auch die Farbstoffe/Kreide/Weißanteil enthalten. Also regelmäßig Wasser wechseln!

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