Radausflug nach Bötersheim

Wir waren wieder auf Tour. Dieses Mal sollte der Este-Wanderweg unser Ziel werden, aber eine Absperrung für Reiter verhinderte, dass wir auch mit unserem Tandem durchkamen.
Also Retour, wo wir in dem wunderschönen Örtchen Bötersheim eine Pause einlegten. Die Schmiede Bötersheim bietet viele Dinge zum Stöbern, Kaufen und Skizzieren.

 

Astrid Volquardsen - Skizzenbuch - Bötersheim
Skizzenbuch – Bötersheim, Mischtechnik mit Gouache, © 2019, Astrid Volquardsen

 

 

Astrid beim Skizzieren im Schmiedegarten, © 2019, Marc Volquardsen

 

Übrigens findet dort am Wochenende 3./4. August die Veranstaltung »Tafeln + Schwafeln in Boitschen« statt, jeweils von 12-19 Uhr:

Nach einer Weile… von Veronica Shoffstall

Astrid – Abends auf einer Tandem Radtour

Ich habe es ja nicht so mit Gedichten, aber das hat doch eine besondere Resonanz bei mir ausgelöst.

 

(In Auszügen)

 

Nach einer Weile

[...]

Du beginnst die Niederlagen zu akzeptieren

mit erhobem Haupt und offenen Augen

[...]

Und du lernst deine Straßen auf das Heute zu bauen,

weil der Boden des Morgen zu unsicher

für die Pläne und Zukünfte ist,

die manchmal mitten im Flug abstürzen

[...]

Und du lernst, dass du wirklich durchhalten kannst.

Und du lernst, dass du stark bist.

Dass du wertvoll bist. Und du lernst und lernst…

[...]

 

Veronica Shoftstall

Museumsbauernhof Wennerstorf

Museumsbauerhof Wennerstorf
Skizzenbuch – Museumsbauernhof Wennerstrorf, © 2019, Astrid Volquardsen

 

Unsere Radtouren werden weiter. Dieses mal war das Ziel der Museumsbauernhof in Wennerstorf. Dort gab es leckeren, selbstgebacken Kuchen und der Hammer war der Hökerladen. Wie aus den 1930er Jahren.

Hökerladen
Hökerladen

 

Ich habe noch angefangen zu skizzieren, aber am Ende zu Hause die Skizze abgeschlossen.

Astrid Volquardsen - Skizzierend
Astrid Volquardsen – Skizzierend

 

Unterwegs habe ich mich noch im Selfiemachen versucht, aber leider habe ich zu großer Erheiterung den Kopf meines Mannes abgeschnitten (die Bilder links) – also lassen wir doch die Expertenhand ran (das Selfie rechts von unserem Sohn gemacht).

Für alle, die dort auch einmal hin wollen:

Museumsbauernhof Wennerstorf
Lindenstraße 4
21279 Wennerstorf

Nach einem Jahr wieder in Hamburg skizzieren

Es ist jetzt über ein Jahr seit meiner Gehirntumor Op vergangen  und ich war das erste mal überhaupt wieder in Hamburg skizzieren. Es war ein langer Weg bis hierhin und ich habe auch noch ein bisschen (mehr) Wegstrecke vor mir, aber bin soo stolz auf mich, dass ich es bis hierher überhaupt geschafft habe. Durch Fleiß, Ausdauer und Diziplin bin ich so weit gekommen.

Was ist ein Notan?

Der Ausdruck kommt ursprünglich von der ostasiatischen Tuschezeichnung und wird verwendet, um die Helligkeit und Dunkelheit in einem Bild zu bezeichnen. Das original Schriftzeichen wird im Japanischen »no-tan« ausgesprochen und bezieht sich darauf, wie dicht die Tusche aufgetragen ist. Diese ist entweder dicht und dunkel (no) oder mit Wasser vermischt hell (tan).Künstler haben dieses Prinzip für die Malerei umgesetzt. In kleinen Notan Skizzen kann der Maler die Verteilung der Haupttonwerte schnell ermitteln und damit sehen, ob die Bildkomposition funktioniert. Gelingt es dem Künstler, eine gute Komposition in schwarz/grau/weiß zu finden, wird diese auch in Farbe funktionieren. Nur eine starke Komposition und der Gebrauch der richtigen Tonwerte bringen ein gutes Bild hervor.

Wie sieht das ganze nun in der Praxis aus? Das Prinzip lautet Vereinfachung und gilt für jede Form in der Malerei. Abgebildet ist eine Tonwertskala von dunkel (0) bis hell (11). Jetzt wählt man den Bereich von 4 Tonwerten aus. Ich habe 0, 3, 6, 10 gewählt. Es ist aber auch jede andere Form möglich, hauptsache sie entsprechen den ungefähren Tonwertbereich.

Jetzt kommt der Trick: Augen zusammenkneifen und  alles, was zu einem Tonwert verschwimmt so abbilden, bloß keine detailierten Zeichnungen!

Dazu reicht ein kleines Format!

Stimmt der Unterbau nicht, kann auch die schönste Farbe das Bild nicht retten. Der amerikanische Pastellmaler Richard McKinley sagt dazu: »Color gets the glory, but value does the work.« (Die Farbe bekommt den Ruhm, aber die Arbeit erledigen die Tonwerte.)

 

Wer keine Guoache Farbe zur Hand hat, dem seien die Tombow Brush Pens empfolen. (N 95/ N 65/ N 15) Wahlweise einen weißen Buntstift, wer auf farbigen Papier malt.

 

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